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Kürzlich hatte eine langjährige, gute Freundin von meinem Mann und mir Geburtstag. Sie wurde 50 Jahre jung und lud ihre Liebsten nach Bern in eine Vinothek zum feiern ein.
Ganz explizit wollte sie keine Geschenke zu ihrem Geburtstag. Doch wer mich kennt, der weiss, dass ich das kaum kann – nichts schenken.
Und so verschenkte ich das was ich am besten kann. Etwas das gut ist und auf keinen Fall in einer Ecke droht zu verstauben. Eine schöne Geburtstagstorte!
Ich habe über zwei Tage hinweg daran gearbeitet. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die Torte kam bei allen enorm gut an und das Geburtstagskind schwärmte auch eine Woche später noch davon.
Zuhause habe ich noch ein paar Fotos gemacht und mein lieber Mann hat auch eins von mir mit der Torte geschossen.

Wer sich nun auch an solch eine schöne und natürlich auch gute Torte wagen möchte, dem gebe ich gerne das Rezept und vornweg noch meine Tipps und Tricks mit auf den Weg.

Das Grundrezept ist von diesem Rezept hier. Ich habe jedoch die Füllung etwas verändert, da ich nicht so ein grosser Fan von Frischkäse bin. In diesem Beitrag könnt ihr jedoch gut sehen, wie die Torte innen aussieht. Da ich die Torte mir rosa Dripping verschenkt habe, konnte ich sie schlecht vorher für ein Foto anschneiden…
Die Torte ist unglaublich saftig, nicht zu süss und wird alle begeistern, das verspreche ich euch. Sie ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich eine Wucht.

Damit das Ergebnis auch wirklich schön und exakt wird, braucht diese Torte Zeit. Im Idealfall teilt man sich die Arbeit auf 2 oder sogar 3 Tage auf. So ist es absolut machbar. Die Kuchenböden könnten problemlos auch eingefroren und somit bereits einige Wochen im Voraus gebacken werden.
Besser schneiden lassen sich die Böden wenn sie einen Tag / eine Nacht im Kühlschrank lagern konnten. Sollte sich der Boden beim Backen wölben, dann dreht den Boden, bevor ihr ihn im Kühlschrank lagert, einfach auf den Kopf, damit sich die Wölbung von selbst flach drücken kann.
Ich habe die Böden zwei Tage vorher gebacken. Dann einen Tag vor dem Fest die Torte zusammengesetzt. Das heisst, die Böden mit Mascarponecrème gefüllt. Und am Tag des Festest die Torte mit der Swiss Meringues Buttercrème eingestrichen und die ganze Deko gemacht.

Die Swiss Meringues Buttercrème kommt aus rein optischen Gründen um die Torte. Sie sollte zwischen den einzelnen Schritten unbedingt bei Zimmertemperatur gelagert werden. Denn so lässt sie sich am besten schön verstreichen.
Die Torte stellt ihr zwischen den einzelnen Schritten immer wieder kühl, das ist sehr wichtig. Verwendet gute Zutaten, wenn möglich in Bioqualität.

Für die Verzierung habe ich zwei Tage vor dem Fest Macarons und Meringues nach meinem altbewährten Rezept gebacken und zudem echte Rosen darauf drapiert. Die Stiele der Rosen packte ich mit wenig feuchtem Haushaltspapier ein und wickelte sie danach mit Frischhaltefolie stramm ein. So hat die Rose immerhin ein klein wenig Wasser und verwelkt nicht gleich.


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Geburtstagstore mit Karotte und Mascarpone

Eine wunderbare, saftige Karottentorte. Die Zubereitung braucht etwas Zeit, doch es lohnt sich.

  • Author: Gabriela, www.gwie.ch

Zutaten

Kuchenböden:
5 Eier
250 g Zucker
1 Bio Zitrone (abgeriebene Schale und Saft)
250 g Biokarotten (fein geraffelt)
250 g gemahlene Haselnüsse
50 g kleine Caramel-Würfel
80 g Halbweissmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt

Mascarponecrème:
500 g Mascarpone
400 ml Vollrahm
2 EL Zucker

Swiss Meringues Buttercrème:
2 Eiweiss
100 g Kristallzucker
120 g Butter, Zimmertemperatur

Für die Dekoration
125 g Candy Melts oder rosa Kuchenglasur
2-3 Tropfen Kokosöl
Macarons, Meringues, Haselnüsse und frische Blumen zum dekorieren

Anleitung

Den Boden von zwei Backformen von 18 -20 cm Durchmesser mit Backpapier belegen.
Für die Kuchenböden die Eier trennen und die Eigelb zusammen mit dem Zucker mit der Küchenmaschine so lange schlagen bis eine luftige, helle Masse entstanden ist.
Zitrone, Karotten, Haselnüsse und Caramel unter die Eimasse rühren.
Das Mehl mit Backpulver, Salz und Zimt vermischen. Kurz unter die Masse heben.
Die Eiweiss steif schlagen und zum Schluss unter den Teig ziehen.
Den Teig gleichmäßig auf die beiden Formen aufteilen und etwa 45 Minuten in der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens backen. Stäbchenprobe machen.
Klebt nichts mehr am Stäbchen kann man die Kuchenböden aus dem Ofen holen und komplett abkühlen lassen.
Sind die Böden abgekühlt, aus der Form holen und in Alufolie gewickelt im Kühlschrank lagern bis zur Weiterverwendung (idealerweise über Nacht)

Für die Mascarponecrème die Mascarpone und den Puderzucker mit der Küchenmaschine kurz verrühren. Den flüssigen Vollrahm hinzufügen und nur so lange mit der Küchenmaschine schlagen bis eine kompakte und streichfähige Crème entstanden ist, die beim Aufspritzen in Form bleibt. Die Crème in einen Spritzsack füllen.

Für die Swiss Meringues Buttercrème das Eiweiss mit dem Zucker in einer Schüssel über einem Topf mit kochendem Wasser aufschlagen. Die Schüssel sollte dabei das Wasser nicht berührt und die Masse ständig gerührt werden. Ansonsten kann sie stocken.
Die Masse langsam, unter ständigem schlagen, auf 60 C° erwärmen und diese Temperatur einige Minuten halten. Dadurch wird das Eiweiss pasteurisiert.
Nun die Masse in eine neue Schüssel abfüllen und mit der Küchenmaschine auf höchster Stufe ca. 10 Minuten aufschlagen.
In dieser Zeit sollte die Masse auf Zimmertemperatur abkühlen.
Ist die Masse genügend abgekühlt, kann man die Butter Stück für Stück hinzufügen.
Dabei kann es vorkommen, dass die Masse gerinnt. Das ist aber kein Grund zur Sorge.
Ist dies der Fall, schlägt man sie einfach weiter, bis die Masse glatt ist. Die Buttercrème bis zur weiteren Verarbeitung bei Zimmertemperatur lagern. 

Hat man alles vorbereitet, geht es ans Zusammensetzten der Torte. Dafür schneidet man die zwei Tortenböden je einmal horizontal durch. So erhält man 4 Böden. Den ersten davon auf eine Tortenplatte legen. (Da ich die Torte meist noch transportieren muss, verwende ich unter der Torte immer eine Tortenscheibe aus beschichtetem Karton für mehr Stabilität.)
Nun von der Mascarponecrème etwa 1/4 auf den Boden spritzen und gleichmässig verstreichen. Den zweiten Boden auflegen und wieder 1/4 der Crème darauf verteilen. So fortfahren bis man alle Böden aufeinander geschichtet hat. Zuletzt die Torte mit der restlichen Crème einstreichen und kalt stellen.
Danach die Torte, falls vorhanden, auf einen Drehteller stellen und mit Swiss Meringues Buttercrème einkleiden. Ich arbeite dafür in mehreren Schichten und stelle die Torte dazwischen immer wieder kühl. So bekommt man das schönste Ergebnis. Die Torte streiche ich mit einem kleinen Spachtel glatt.
Zum Schluss kommt die Schokoladenglasur auf die Torte. Das ist wohl der heikelste Schritt und ist mir auch schon misslungen.
Dafür die Candy Melts über einem Wasserbad in einer Schüssel mit dem Kokosöl schmelzen. Die Glasur sollte dabei nicht zu heiss werden. Nur grad so, dass sie schön flüssig ist.  Für ein tolles Dripping (die schönen Tropfen am Rand) füllt ihr etwas von der Schokoladenglasur in eine Dosierflasche (gibt es online im Fachhandel). Alternativ kann die Glasur auch mit dem Löffel aufgetragen werden. Nun die Glasur oben am Rand der Torte herunterfliessen lassen. Zum Schluss den Rest der Glasur mittig auf die Torte geben und sehr schnell verstreichen. Danach kann die Torte nach Belieben verziert werden.

Wem der Aufwand zu gross ist, aber trotzdem nicht auf eine unglaublich gute Torte verzichten möchte, der lässt einfach die Swiss Meringues Buttercrème weg und dekoriert die Torte beispielsweise mit einem Caketopper. So hält sich der Aufwand auch in Grenzen.

Für meinen letzten Fotoworkshop habe ich die selbe Torte gebacken, jedoch dann ein Dripping aus Lotuscaramel-Crème gemacht. Von der Swissmeringues-Buttercrème habe ich etwas als Dekoration aufgespritzt und zum Schluss noch kleinen Caramel-Würfel darüber gestreut.
Das 4. Bild ist an meinem Foodstyle-Fotoworkshop in der Emmeküch entstanden.

Die letzte grosse Herausforderung war der Transport der Torte im ÖV nach Bern. Man hört ja immer von so Horrorszenarien bei denen die ganze Torte zusammen gestürzt ist. Das wäre echt traurig nach so viel Arbeit.
Glücklicherweise verlief aber alles ohne Zwischenfälle. Ich habe die Torte in eine extra dafür gemachte Tortenschachtel vom Fachhandel verpackt und sie dann in den Händen getragen. Alles lief gut und die Torte war der heimliche Star des Abends. 🙂
Es war ein wunderschöner Abend mit ganz vielen lieben Menschen, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ich hoffe euch hat mein Blogpost gefallen und ihr könnt von meinen Tipps und Tricks profitieren.
Ich wünsche euch viel Freude bim Nachbacken und natürlich auch beim Essen.

Herzliche Grüsse

Gabriela

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