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Letzten Mittwoch war es nun so weit, mein Mann Mike wurde 50 Jahre alt. 50 Jahre, Mensch!
Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, als mir die Menschen mit 50 uralt vorkamen. Das hat sich im Laufe der Jahre etwas geändert. Auf jeden Fall finde ich, mein Mann ist nicht alt.

Wenn man schon ein halbes Jahrhundert alt wird, muss das auch gebührend gefeiert werden.
Mit der Familie und den Freunden haben wir dies bereits im August bei einem schönen Fest getan. (Ihr könnt den Beitrag dazu hier finden)
Trotz diesem Fest wollte ich den 20. Oktober, den richtigen Geburts-Tag von meinem Mann, zu einem speziellen Tag mache. Und so lud ich an jenem Abend ein paar ganz liebe Freunde zum Essen und Trinken zu uns nach Hause ein. Wir waren eine ganze Menge und so musste noch ein zusätzlicher Tisch in das Esszimmer gestellt werden. Die Fotos habe ich sicherheitshalber zuvor gemacht.
Denn, wie geahnt, hatte ich danach keine Zeit mehr, zwischen Käseplatte anrichten, Kürbissuppe kochen, Tisch fertig dekorieren, alle Stühle im Haus zusammen suchen und so, noch mal Fotos zu schiessen.

Die Deko ist immer wichtig, finde ich. Ob nun das Fest in einem grossen oder kleinen Rahmen statt findet. Sie verleiht einem Raum sofort etwas festliches.
Ein paar Ballons und Wimpelketten, allenfalls noch eine schön beschriftete Kreidetafel, ein paar Dinge aus der Natur und sofort sieht das Ganze richtig toll aus.

Einzigartige, persönliche Servietten kann man ganz einfach selbst machen. Dafür braucht es nur einen passenden Stempel. Den Zahlenstempel fand ich mit viel Glück vor ein paar Jahren bei einer grossen Räumung. So kam die 50 auf die Serviette.
Die Windlichter sind auch schnell und einfach gemacht. Man braucht dafür nur ein grosses Weckglas, Haselnüsse, passende Kerzen, eine Kordel oder dicke Juteschnur und ein schönes Herbstblatt.
Zu den Weckgläser auf dem Tisch gestellten sich weitere Herbstblätter, Kastanien und Kerzen in alten Backförmchen.

Die Wimpelketten aus Papier habe ich schon vor einiger Zeit aus dickem Papier ausgestanzt und auf eine Schnur gezogen und die Tafel anlässlich der grossen Feier beschriftet. (Das war eine der aufwändigsten Tafeln die ich bis jetzt gemacht habe) Es brauchte etwas Überwindung ein Loch in die schöne, neue Wand zu bohren, um die alte Tafel aufzuhängen. Doch die Tafel passt so wunderbar an diesen Platz, dass sie auch nach dem Geburtstag hier hängen bleiben darf.
Die Ballons kaufte ich einen Tag vor dem Fest in einem nahe gelegenen Ballongeschäft und lies sie mit Hi-Float füllen. Sie fliegen heute noch.

Die Torte, sie ist das Wichtigste an einem Geburtstag. Sonst ist das Ganze ja nur ein Meeting.
Ich habe mir lange den Kopf zerbrochen was für eine Torte ich machen will. Eine Lotustorte kam nicht schon wieder in Frage, obwohl die alle lieben. Und so fiel die Wahl schlussendlich auf die Haselnusstorte. Die kann man super vorbereiten und sie schmeckt einfach herrlich.
Das Rezept reicht für eine sehr grosse Torte. Davon werden mindestens 20 Personen satt.
Falls ihr die Torte kleiner backen möchtet, halbiert ihr die Zutaten einfach.


Auch wenn der Aufwand doch sehr gross war, so hat es sich mehr als gelohnt, so lange in der Küche zu stehen.
Und falls ihr nun denkt, dass ihr so eine Torte nie hinbekommen würdet, will ich euch ermutigen. Mit genügend Zeit und etwas Geduld werdet auch ihr so eine Torte machen können. Wichtig ist nur, dass man sich die Schritte schön aufteilt und sich nicht alles für einen Tag vornimmt.

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Haselnusstorte mit Füllung

Eine prächtige Torte, die sich problemlos vorbereiten lässt und fantastisch schmeckt. 
Ein gutes Zeitmanagement ist hier jedoch unumgänglich, denn der Aufwand ist relativ gross. 
Die Torte reicht für 20 Personen. Für eine kleinere Torte halbiert man alle Zutaten. 

  • Author: G wie Gabriela

Zutaten

Tortenböden:
225 g Butter (Zimmertemperatur)           
330 g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
1/2 TL Salz
9 Eier
375 g Quark
270 g Schokoladenaufstrich (Caotina Creme, Nutella)
300 g gemahlene Haselnüsse
240 g Weissmehl
1 1/2 Päckli Backpulver

Füllung:
500 g Mascarpone
5 EL Puderzucker
400 ml Vollrahm

Swiss Meringue Buttercreme:
6 Eiweiss
300 g Kristallzucker
360 g Butter (Zimmertemperatur)
50 g dunkle Schokolade 

Anleitung

Tortenböden:
Den Boden von zwei Springformen (Durchmesser 22 cm) mit Backpapier auskleiden und die Seitenränder mit Butter einstreichen. Falls man nur eine Form zur Hand hat, kann man den Teig halbieren und nach einander backen. 
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz einige Minuten schaumig schlagen. Die Eier, eins nach dem anderen, unterrühren. 
Den Quark und den Schokoladenaufstrich hinzufügen. Zum Schluss die Haselnüsse mit Mehl und Backpulver mischen und unter die Masse mischen. 
In der Mitte, des auf 180 Grad Ober- Unterhitze vorgeheizten Ofens, ca. eine Stunde backen. Stäbchenprobe machen. Klebt nichts mehr am Stäbchen, kann der Kuchen aus dem Ofen geholt und auf einem Kuchengitter komplett ausgekühlt werden. 
Die Kuchenböden sollte man, wenn möglich, einen Tag im Voraus backen.  In Alufolie eingewickelt im Kühlschrank lagern. 
Am nächsten Tag die zwei Kuchenböden je einmal horizontal durchschneiden. Nun hat man 4 Tortenböden. 
Füllung: 
Mascarpone mit Zucker und dem flüssigen Rahm in eine Schüssel füllen. Mit dem Schwingbesen so lange schlagen bis eine streichfähige Masse entsteht. Die Masse in einen Spritzsack füllen. 
Nun eine der vier Tortenböden auf einem Tortenteller platzieren und etwa 1/3 der Füllung auf dem Boden verteilen. Den nächsten Boden darauf platzieren und wieder mit Füllung bedecken. So weiter fahren mit den weiteren Böden. Zum Schluss die Torte rundum mit Füllung einstreichen und mindestens eine Stunde kühl stellen. 
Swiss Meringues Buttercreme: 
In der Zwischenzeit 6 Eiweiss zusammen mit dem Zucker in einer Schüssel über einem Wasserbad aufschlagen. So lange schlagen bis man zwischen den Fingern keinen Zucker mehr spürt, wenn man die Creme anfasst. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und weitere 10 Minuten auf hoher Stufe schlagen. Ist die Eiweiss-Zucker Creme komplett abgekühlt, kann man die Butter stückweise hinzufügen. 
Sollte die Buttercreme gerinnen, einfach weiterschlagen bis sie schön glatt ist. 
Die Torte nun in mehreren Schichten glatt mit der Buttercreme einstreichen. Ich nehme dafür immer einen kleinen Tortenspachtel. 

Zwischendurch sollte die Torte immer mal wieder für ungefähr eine Stunde in den Kühlschrank. 
Für die letzte Schicht habe ich die Buttercreme mit Schokolade eingefärbt. Dazu schmilzt man die Schokolade über einem Wasserbad und lässt sie abkühlen. Sie sollte aber dabei nicht wieder hart werden. 
Danach kann sie der Buttercreme hinzugefügt werden. Je nachdem wie viel Schokolade man dazu gibt, wird die Creme heller oder dunkler. Sie lässt sich am Ende auch sehr schön als Deko auf die Torte aufspritzen. 
Zum Schluss die Torte mit Keksen, allerhand Schokoladade und Buttercreme dekorieren. Ich habe, für einen festlichen Touch, Ferrero Rocher Kugeln mit einem essbaren Kupferpuder eingepinselt. 

Für die Deko der Torte backte ich diese leckeren Herbstblätter. Das Rezept findet ihr hier. Schliesslich dürfen Kekse sehr gerne auch unter dem Jahr und nicht nur an Weihnachten gebacken werden. Auf der Webseite von Caotina findet ihr sogar ein Anleitungsvideo von mir zu diesem Rezept.
Die Ausstechform habe ich vor vielen Jahren ebenfalls auf der Brocante erstanden. Die Mittel- und Seitenrippen der Blätter habe ich mit Hilfe eines Messers eingeritzt.

Wir hatten einen wunderbaren, sehr kurzweiligen Abend. Mein Mann hat seinen Tag sehr genossen und als die Party zu ende war, sagte er etwas enttäuscht: “Was, jetzt ist das auch schon vorbei.”

Ja, so vergeht die Zeit. Ich freue mich auf die nächsten 50 Jahre zusammen mit meinem Mann. Er ist nämlich ein wunderbarer Mensch.
Zum Schluss will ich euch noch verraten, was ich meinem Mann geschenkt habe.
Gemäss Volksmeinung muss ein Mann drei Dinge in seinem Leben tun: Ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Der Mann soll der Welt Werke hinterlassen, die seine eigene Existenz und damit sein eigenes Ego überdauern.
Und nun wisst ihr bestimmt, was ich meinem Mann zum 50. Geburtstag geschenkt habe. Kinder haben wir, ein Haus auch…. Da fehlt nur noch der Baum. Ja genau, ich habe ihm einen Baum geschenkt.


Symbolisch habe ich im Garten eine kleine Hasel ausgegraben und die Äste mit hübschen Herbstblätter dekoriert. (Die Blätter haben so wunderbar ins Bild gepasst, hihihi)
Vergangenes Wochenende waren wir dann in der Baumschule und Mike durfte sich ein Bäumchen aussuchen. Er hat sich für Ladina, einen Apfelbaum entschieden, den er dann zusammen mit seinem Sohn Glenn in unserem Garten eingepflanzt hat.
Ein so schöner Moment, an den wir uns ewig erinnern werden.

“Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, so würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.”

Martin Luther


Herzliche Grüsse

Gabriela

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